Zonal: Kostenreduzierung

Öffentlich- Rechtliches Fernsehen

Neue GEZ-keine Innovation hinter Deckmantel moderner Smartphones

Neue GEZ-keine Innovation hinter Deckmantel moderner Smartphones

15. Dez. 2010

Endlich ist es beschlossene Sache: Die GEZ treibt weiter die Gebühren für Rundfunk und Fernsehen ein, allerdings ab 2013 mit einem neuen Gebührenmodell in Deutschland über (fast) alle Haushalte gleichberechtigt, damit eine Entlastung stattfindet und die GEZ somit einer modernen Unterhaltungs-, und Kommunikations-Technologie gerecht wird.

Des Weiteren wurde verlautet, dass die Gebühren bis 2015 nicht steigen werden, allerdings mit dem Zusatz, dass die Anstalten weiterhin die rund 7,6 Milliarden Euro einnehmen und dies auch beim neuen Gebührensystem Stabilität gewährt.

In diesem Zusammenhang beschlossen die öffentlich rechtlichen Sender ARD und ZDF, dass man sich aus dem Sponsoring nach 20:00 Uhr zurückziehen wird, was einstimmig vom Verband für private Rundfunk und Telemedien begrüßt wird, auch wenn Sport-Groß-Ereignisse davon ausgeschlossen bleiben und weiterhin mit Sponsoring unterlegt sein werden.

Die modernen Übertragungstechnologien, wie Smartphones oder Netbooks bringen ein verändertes Verhalten der Rundfunknutzer mit sich, dem durch diesen 15. Rundfunkänderungsstaatsvertrag bei gekommen werden soll. Diese Gebühreneintreibung wurde von den Ministern beschlossen und die überwachende Behörde, hinter ihr die öffentlich-rechtlichen Sender, beteuern, dass die Geldeintreiberei an der Haustür und die „Bespitzelung“ der Bürger ein Ende hätten.

Rund 1,5 Millionen Bürger werden, wenn die Planung mit dem tatsächlichen Ergebnis übereinstimmt, von der Mehrfachbelastung durch Zahlung von Mehrfachgebühren in Zukunft verschont bleiben.

Die Bürger haben sicherlich Schwierigkeiten einzusehen, wieso und warum GEZ-Gebühren gezahlt werden. Auch mit dem neuen Abrechnungssystem werden die meisten Bürger nicht sehen, wie die Gelder verwendet werden, wo sie sinnvoll eingesetzt werden und wo die Verantwortungsbereiche Einzelner falsche Bedingungen hervorbringen und diese Verantwortlichen mit den Gebühren Misswirtschaft betreiben. Wenn die öffentlich-rechtlichen Sender und ihre Einzugszentrale Ihrem Namen Ehre machen wollen würden, und der Namensteil „öffentlich“ mehr Gewicht in ihren Handlungen bekäme, dann würde in Zukunft mehr Transparenz viel wichtiger genommen. Dieses Ziel zu verfolgen bringt eine weitere kommende Reform der Rundfunkgebührenordnung, dem Bürger nur näher. Alles andere ist als Makulatur zu werten und wird auch über die Verwendung moderner Smartphones keine Positivpropaganda für die GEZ erreichen. Bild: © Dietmar Meinert/ PIXELIO

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